Freitag, 30. April 2010

saa inakimbia





*Die Zeit rennt - höchste Zeit also, mal wieder ein Lebenszeichen aus Tanzania zu blogen.

Alle reden über das Wetter – wir auch
Vor ein paar Tagen fanden wir in unserm Postfach das Rummelsberger Brüderschaftsblat, Ausgabe Herbst 2009 (manchmal dauert der Postversand halt ein wenig länger). In der Rubrik „Auf ein Wort“ findet sich mein Beitrag zu Erntedank 2009. Darin berichte ich von der großen Trockenheit und den enormen Ernteausfällen hier bei uns.
Wenn ich heute, also Ende April 2010 raus schaue, bietet sich ein komplett anderes Bild: Die so notwendige Regenzeit hat pünktlich eingesetzt, alles ist grün, die Pflanzen auf den Feldern reifen. Wir sind alle sehr froh darüber. Dass die viele Feuchtigkeit auch viele Krankheiten zeitigt (allen voran Malaria) ist leider auch eine Tatsache.

Ohne Moos nix los

Nein, das ist (noch nicht gleich) der Spendaufruf.
Wir möchten Euch auf diesem Weg ganz herzlich für all die Unterstützung unserer Arbeit mit kleinen und größeren Spenden bedanken. Es sind wirklich immer wieder kleine Wunder, wenn wir in schwierigen Situationen plötzlich eine neue Spendenmitteilung aus Neuendettelsau erhalten. Danke, danke, danke, ich glaube es ist kaum zu ermessen wie sehr irh uns helft.
Leider musste Mission EineWelt, aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen, die Mitteilung der Spendernamen seit 2010 einstellen. Wir kriegen also nur noch eine Aufstellung über die Beträge und einen Nummerncode. Das ist sehr hinderlich für uns, da wir uns nun nicht mehr persönlich bedanken können. Wir hoffen auf eine Revision.
Spenden für kleinere Projekte sammeln wir seit neuesten auch über die Internetplattform www.betterplace.org (dazu demnächst mehr)

Wir aber auch weiter um Hilfe und Unterstützung unter der bekannten Kontoverbindung:
Mission EineWelt, Kennwort Faraja Diaconic Centre
Evang. Kreditgenossenschaft Kassel eG, BLZ
Kt. Nr.

Herzlichen Dank!


Diakonenausbildung

Kurz vor Ostern konnten wir den Diakonenstudenten die die 3-jährige Grundausbildung abgeschlossen haben, ihre Zeugnisse überreichen, alle haben bestanden.Grund für ein kleines Fest mit einem Spanferkel. Es war schon ein bisschen ein besonderes Ereignis, weil es ja unser (und viel mehr Gabi's) erster Jahrgang war, der jetzt Faraja zu weiteren Ausbildungen .... verlassen hat.
Ein junger Mann hat sich entschieden nicht mehr weiter zu machen und unsere Gemeinschaft verlassen. Das ist zwar ein bisschen traurig, aber wohl auch ein Zeichen von Normalität.

Die Gruppe der neuen Studenten ist inzwischen auf 10 angewachsen und alle sind sehr engagiert bei der Arbeit. Eine tolle neue Gruppe!

Inzwischen haben wir damit 20 eingesegnete Diakone und ebenfalls 20 Diakonenstudenten. Ich verspreche mal, im nächsten blog über Diakone und ihre Arbeit zu berichten.


Massai

Wir haben ja schon immer mal wieder von unseren Touren zu diversen Massifesten berichtet, Immer ein farbenfrohes Spektakel und auch immer wieder interessant so beobachten, wie die (luth) Kirche versucht, traditionelle Formen mit kirchlichen Riten zu koppeln. Ist kein dummer Ansatz.

Am letzten Wochenende waren wir wieder, zusammen mit unserem Masaigemeindepfarrer Joshua Laizer unterwegs, zu einer Jugendweihe / Kriegeraufnahme / Konfirmation.... Feier eingeladen. Was jetzt kommt ist a)anektotisch und schildert b) das heldenhafte Durchhaltevermögen zweier deutscher Diakone/in die auf Missionsticket reisen:

Wir kamen schon am Vorabend an, übernachteten und waren darauf eingestellt den Sonntagsgottesdienst (mit)zu gestalten. OK.

Sonntag morgen, nach etwas Tee sollten wir „die Umgebung anschauen“. Das hieß wir liefen so 10 Minuten bis zur Mitte der Siedlung, dort waren im großen zentralen Kuhpferch etwa 200 Jugendliche und ebenso viele Erwachsene versammelt. In der Mitte bereits seit einiger Zeit predigend: Evangelist Jesaja (so um die 60 Jahre), extra aus Kenya eingeladen. Evangelist Jesaja predigte nun noch etwa 1 ½ Stunden so bis gegen 10.30 weiter. Leider in Kimassai, also der Massaisprache die wir nun nicht verstehen (Pfr. Laizer hat zwar versucht ein bisschen zu übersetzten, aber das war nicht einfach).

Naja gut, irgendwann war die Ansprache auch vorbei und wir durften unseren, immerhin, Sitzplatz, in der prallen Sonne wieder verlassen. Wir wurden, zusammen mit allen anderen Erwachsenen Männern zu einem etwas schattigerem Platz gebracht, bekamen Stühle und dachten schon an eine Tasse Tee. Was kam war aber nicht Tee sondern Evangelist Jesaja, der 1 ½ Stunden weiter predigte (wir können nicht Kimassai, aber den spärlichen Übersetzungen zur Folge hat er halt noch mal das Gleiche gesagt, unterstützt von zwei Assistenten, die aber in der Regel schliefen.)

Ok, auch das ging vorbei und wir begaben uns zu unter einen anderen Baum um aufs Essen zu warten. Grob geschätzt nach 1 ½ Stunden bekam dann unserer Gruppe bestehend aus 2 Pfarrern und 4 Evangelisten und uns, eine Limo, und etwa 30 Minuten später ein Stück gebratenes Kuhfleisch (Gästestück), das wir geschwisterlich teilten.


Weiter ging es nun zum eigentlichen Höhepunkt, der Segnung der Jugendlichen, in die Kirche. OK dazwischen haben wir noch in einer Kneipe bei einem tanzanischen Österreicher (aus Innsbruck) eine Cola getrunken.

In der Kirche dann angekommen, predigte wer wohl? Seit einer Stunde und noch etwa weitere 1 ½ Stunden? Richtig und in Kimassai: Evangelist Jesaja. Den Segen gab es dann auch noch, hat aber ein bisschen gedauert (so einen Stunde), weil das alles von Evangelist Jesaja organisiert wurde.

Seine Schluss?ansprache haben wir aber dann doch geschwänzt, lieber noch eine Limo beim Innsbrucker getrunken und „Gott sei Dank“ im Pfarrershaus noch einen Teller Reis bekommen, irgend wann in der Nacht waren wir auch wieder daheim.


Vorschau:

Ein weiterer Massaieinsatz ist noch nicht terminiert, so koennen wir entspannt nach vorne blicken:

Morgen, 1.Mai, ist der Gemeindetag der deutschen Gemeinde.
Vom 13. bis 16. Mai organisieren wir ein gesamt tanzanischen Diakonentreffen. Es wird sicher schön mit den Brüdern aus dem Süden und einigen aus der Victoriaseegegend zusammenzutreffen.

Und dann geht der Blick ja schon nach Deutschland. Wir werden am 12.06. um 16.30 in Frankfurt landen und am 08.07. wieder abreisen und hoffen viele von Euch persönlich zu sehen.

Herzlichst Günter und Gabi

Montag, 22. Februar 2010

Shida kidogo - Naomba msaada

Hallo, wo immer Ihr auch seid.

Die Zeit rennt und ich bin euch noch schuldig ein bisschen mehr ueber die so notwendige Unterstützung der Diakonenausbildung zu berichten.

Zuerst aber aktuell:
Leider ist schon wieder über Todesfälle zu berichten. Vergangenen Mittwoch haben wir ein Stück Land, neben dem Brüderhaus als Faraja Friedhof geweiht und den 2-jährigen Sohn Ebenezer unseres Diakons Richard Mbaga und seiner Frau Heavenlight hier beerdigt. Ebenezer wurde zwei Jahre alt. Er starb an Malaria. (Etwa 1% aller Kleinkinder haben der Malaria nicht genug entgegen zu setzen)
Morgen nun die nächste Beerdigung. Nach langer schwerer Krankheit verstarb unser Dekan, Mchungaji Maimu.

Nun aber Konkretionen zur Diakonenausbildung.

Vor zwei Wochen hat ein neuer Ausbildungsjahrgang begonnen.
Aktuell haben jetzt 10 junge Maenner den ersten Ausbildungsabschnitt begonnen. Das bedeutet, dass sie fuer 6 Monate hier im Zentrum mitarbeiten (Landwirtschaft, Internat, Kueche,.....), ergaenzt durch regelmäßige Bibelarbeiten, Gruppengespräche sowie Englisch und Musikunterricht. Im Juli wird dann der theoretische Vollzeitunterricht beginnen.

Hier jetzt unsere konkreten Bitten um Hilfen. Auch wenn wir sogenannten Patentschaften eher skeptisch gegenüber stehen möchte ich diesmal doch auch namentlich deutlich machen um was es geht.
Die folgenden Studenten schließen die Grundausbildung mit einem Praktikum ab, bzw haben schon abgeschlossen.


Eliatosha,

hat sein Praktikum in der psychiatrischen Klinik Lutindi mit einer tollen Beurteilung abgeschlossen. Eliatosha gehoert zu den Studeten die man jederzeit um Hilfe fragen kann und meist hat Eliotosha schon angepackt bevor man ihn bitten kann.

Leider hat Eliatosha keinen Secondary School Abschluss (ähnlich Mittlerer Reife) so dass er erst mal wieder die Schulbank druecken muss. Wir haben einen Schulplatz in der Monduli Secondary School fuer ihn gefunden.

Kosten fuer Schulgebuehr, Unterkunft Verpflegung, Material ... ca. 700 Euro pro Jahr.

Christian und Patrik,

deren diakonisches Herz fuer die Aermsten schlaegt. Beide haben Praktikas in sog. Outreachprojects gemacht. Dabei wird mit Fachleuten in entlegene Doerfer gefahren um vor Ort Hilfe zu leisten bzw. Hilfen zu vermitteln. Haeufig geht es dabei um Menschen mit Behinderungen, HIV, oder katastrophalen Familienverhältnissen. Fuer Chistian und fuer Patrik steht fest: Wir muessen lernen noch professioneller helfen koennen
Daher wollen und sollen beide ein Studium der Sozialarbeit aufnehmen. Zunaechst museen sie aber Ihren Secondary School Abschluss wiederholen. Da sie ja bereits die Diakonengrundausbildung abgeschlossen haben, haben die Chance (unter der Bedingung der Mitarbeit) an einer der besten kirchlichen Schulen Tanzanias (Agabe Lutheran Junior Seminary) zu einem sehr guenstigen Preis fuer ein weiteres Jahr zu lernen und Ihren Abschluss zu wiederholen,

Die Kosten fuer Christian und Patrik betragen in diesem Jahr jeweils ca 700 Euro. Das folgende Studium wird wird wohl mit mehr als dem doppelten Betrag zu Buche schlagen.

Joram
hat vor der Diakonenausbildung bereits Elektriker gelernt und absolviert sein Praktikum einer kirchlichen Einrichtung die Krankenhaustechnik installiert, betreut, instandhaelt...Ein sehr wichtiges kirchliches Arbeitsfeld hier in Tanzania.
Sein Einsatz waehrend des Praktikums ist so überzeugent, dass die Praktikumsstelle bereits signalisiert hat, Joram weiter beschäftigen zu wollen und sich ggf. an den weiteren Ausbildungskosten zu beteiligen.
Weitere Ausbildung heisst: Einige Schulfaecher speziell natürlich Mathe und Physik an einer Abendschule nach lernen (während er tagsüber arbeitet) und dann ein Ingeneursstudium fur Krankenhaustechnik absolvieren.
Das Colleg dafür ist in Mombassa und die jährlichen Kosten fuer uns werden wohl bei ca. 3000 Euro/Jahr liegen.

Barka

ist ein Praktiker mit einem besonderen Herz fuer behinderte Kinder. Waehrend der Dikaonenausbildung hat er unsere (Rollstuhl)tanzgruppe initiiert und geleitet. Er absolviert sein Praktikum in der Ergo- und Physiotherapieabteilung des größten Krankenhauses in Nordtanzania (Kilmanjaro Christian Medical Center). Seine Anleiter, besonders in der Ergotherapie sind von seinem Einfallsreichtum und seinem Engagement richtig begeistert, dass sie ihn sofort behalten moechten.
Die konkrete Idee ist, dass Baraka als Assistent weiterarbeiten kann, ebenfalls in einer Abendschule Biologie, Chemie und Physik wiederholt (die Faecher muss er halt drauf haben) um dann die Ausbildung zum Ergotherapeuten zu beginnen.

Kosten: Fuer die naechsten beiden Jahre jeweils ca 400 Euro, die Ausbildung zum Ergotherapeuten liegt bei ca. 3000 Euro/Jahr.

Fuer die 5 genannten Studenten scheint der weitere Ausbildungsweg klar zu sein, bei zwei weiteren wissen wir es noch nicht ganz genau. Praktikas dienen ja schliesslich auch der Abklaerung.


Es muss gesagt werden: Wir sind richtig stolz auf unsere Studenten und freuen uns ueber sie und ihr Engagement. Ein Grund auch Gott zu loben und ihm zu danken.

Ich habe jetzt das alles ein bisschen ausführlicher berichtet weil wir, um die Pläne umsetzen zu können auf Euere Hilfe angewiesen sind. Vielleicht seht ihr eine Moeglichkeit:
Anlasslich eines Geburtstags oder eines Jubiläums, warum keine kleine Extrakasse beim Schafkopf spielen oder bei anderen Treffen im Freundeskreis, vielleicht der Wunsch eigenes Glueck zu teilen, ein Projekt des Berufsverbands initiieren, etwas aus der Gabenkasse zur Verfuegung stellen, Eine Patenschaft, eine Aktion im Betrieb, „anstatt Blumen“, die Sammelbuechse im Laden, die Kollekte beim Konventstreffen..........

Jeder Euro, den wir fuer die Ausbildung von Diakonen ausgeben vermehrt sich ja zigfach. Dadurch dass Diakone helfen lernen, wird vielen vielen Menschen geholfen.

Jedenfalls sagen wir: Vergelts Gott allen die uns bisher schon unterstuetzen, und allen die neu dazu kommen.

P.S. Gerne hätte ich Bilder beigefügt, aber das haut halt technisch nicht hin und natürlich sollte man nicht soviel Text drucken, weil es eh keiner liesst....?!

Seit umarmt
Günter

Mittwoch, 20. Januar 2010

Furaha na taabu

Das neue Jahr ist tatsächlich schon wieder 18 Tage alt, höchste Zeit mal wieder was zu berichten.*“Freud und Leid“ steht über diesem blog und es gab in der letzten Zeit tatsächlich extreme Ausschläge nach beiden Seiten.
Der Reihe nach:

So richtig gewöhnen werde ich mich wohl nicht an „heiße Weihnacht“, aber festliche Weihnachtstage hatten wir schon. Ruhig war das Weihnachtsfest sowieso, da ja auch im Zentrum Ferien waren, wir also fast alleine hier waren.
Sara und Daniel kamen genau am 24.12. hier an, zwar nicht rechtzeitig zum Gottesdienst, wohl aber zur Bescherung. Zusammen mit zwei Volontären feierten wir wir einen fast heimatlichen Heiligabend. Ohne Tannenbaum aber mit vielen Kerzen, -Stollen, Fondue, Ente mit Blaukraut und Klößen und natürlich mit Geschenken.
Herzlichen Dank für alle eure Weihnachtsgrüße, für alle guten Gedanken und Gebete.

Am 29.12. landenden dann Jakob und Anja und wir fuhren am 30.12. zu unserem Lieblingsplatz am Indischen Ozean, dem Beach Crab Resort in Pangani.
Wenn wir so zurückdenken an den Labenbachhof, so war Silvester der stressigste Tag im ganzen Jahr, hier konnten wir es uns einfach nur gut gehen lassen. Lecker essen, entspannte Atmosphäre, einfach schön. Wir haben uns auch erstmal überreden lassen zum schnorcheln mitzufahren (auf eine Sandbank am Riff). Auch wenn schnorcheln eben nur schnorcheln ist, konnten wir doch ein bisschen von der faszinierenden Unterwasserwelt des indischen Ozeans entdecken. Bunte Fische, Seesterne in allen Farben, Muscheln, Korallen......

Zurück in Faraja hieß es dann umpacken um einer ganz anderen Herausforderung zu begegnen. Zusammen mit Sara und Daniel. einem Bergführer, einem Ranger, einem Koch und 9 Trägern schickten wir uns an, den Mount Meru (4566 m) zu besteigen. Soviel vorab: Nochmal würden wir uns das wohl nicht zumuten.
Die Tour geht relativ langsam los. Am ersten Tag geht es etwa 1300 Höhenmeter hinauf und 300 wieder hinunter bis zur ersten Hütte (6 Stunden), am nächsten Tag wieder etwa 1000 Höhenmeter hinauf bis zur zweiten Hütte (ca. 7 Stunden).
Der Gipfelanstieg beginnt dann am nächsten Tag um 0.30 Uhr. Es ging an die Grenzen der physischen Belastbarkeit aber letztlich waren wir nach ca. 8 Stunden am Gipfel und nach weiteren 5 Stunden wieder an der 2. Hütte und am darauf folgenden Tag alle wieder heil unten.
Zugegeben, es hat ein paar Tage gedauert, bis wir uns so richtig über diese Leistung freuen konnten, jetzt sind wir aber, immer wenn wir den Berg sehen, saustolz ......


Das waren jetzt in paar Urlaubsschilderungen, die natürlich auch Euch auf den Geschmack bringen sollen mal einen Tanzaniaurlaub zu planen. Wir haben inzwischen so viele Kontakte und Tipps, die wir gerne zur Verfügung stellen. Kommt einfach, wir freuen uns.

Am 11. Januar waren dann die Schulferien zu Ende und seit dieser Woche ist auch wieder richtig Leben im Zentrum. Fast alle Kinder sind inzwischen wieder da und der Schul-und sonstige Betrieb ging wieder los. Damit war dann auch unser Urlaub weitgehend vorbei.

Schlagartig zurück gerissen in die manchmal brutale Realität Tanzanias wurden wir dann am 14. Januar morgens. Einer unserer Diakone, verstarb verunglückte tödlich. Er hinterlässt Frau und einen 1/2jährign Sohn. Das ist ein großer Schock für uns alle, der uns jetzt wieder an den Rand der Belastbarkeit führt, diesmal aber ganz anders. Ich will und kann das gar nicht schildern was in den letzten drei Tagen alles passiert ist. Morgen ist die Beerdigung und es werden sicher über 1000 Menschen daran teilnehmen.

Ich glaube ich habe das schon mal so geschrieben: Hier in Tanzania empfinden wir alles extremer, existentieller, näher. Das gilt für die Freude (Furaha) in gleicher weise auch für das Leid (Taabu)


Ein Blick voraus soll aber auch noch gemacht werden.
Am kommenden Samstag, startet ein neuer Jahrgang der Diakonenausbildung. 6 junge Männer haben wir ausgewählt und wir freuen uns auf unseren gemeinsamen Weg. Wie immer werden die jungen Brüder, nach einer Einführungswoche, für 6 Monate hier im Zentrum mitarbeiten, bis dann der theoretische Unterricht beginnt. Die aktuellen Studenten des letzten Jahrgangs, befinden sich alle im Praktikum außerhalb des Zentrum und wir bekommen viele positive Rückmeldungen.

Normalerweise bin ich etwas zurückhaltend, wenn ich um Spenden bitte, diesmal gebe ich die Zurückhaltung auf und bitte ganz dringende um die Unterstützung der Diakonenausbildung hier in Tanzania. Es ist wirklich eine segensreiche Arbeit die hier geschieht, eine Arbeit die Früchte trägt, diakonische Arbeit die sich multipliziert.
Eine gute Ausbildung kostet, auch hier, und wir sind aktuell sehr auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Bitte unterstützt die Diakonenausbildung, werbt für uns, erzählt von uns. Vielen Dank dafür und ganz herzlichen Dank allen denen, die unsere Arbeit bisher schon unterstützen.
Einige Details mehr (wer, was, wo, wieviel...)schreiben wir in der nächsten Woche.

Hier wieder die Kontonummer:
Mission EineWelt, Stichwort Faraja Diakonenausbildung
Evang. Kreditgenossenschaft, BLZ 520 604 10
Kt. Nr. 10 11 111

Vielen vielen Dank.


Nachtrag.Inzwischen haben wir den 20.Jan. Gestern haben wir unseren Bruder, Diakon Raymond Tarimo zu Grabe getragen. Langsam laufen wir wieder im Normalmodus.
Herzliche Gruesse
Günter und Gabi

Sonntag, 22. November 2009

Haya Safari

Heute ist Sonntag, der letzte Sonntag im Kirchenjahr übrigens, und seit langem einmal wieder ein Sonntag ohne irgendwelche Verpflichtungen. Gelegenheit also, mal wieder ein paar Zeilen zu bloggen.

Eine Reise in den Süden.....

Zu berichten ist von unserer Oktoberreise. Anfang Oktober trafen wir uns mit allen afrikanischen unseren Mission EineWelt Kollegen zu unserer Jahreskonferenz in Dar Es Salam. Wir hatten eine schöne Woche, als Referent zum Thema „Spiritualität“ und „Führungsstile“ war Dr.Röhlin eingeladen, der, wie ich fand, seine Sache wirklich gut gemacht hat.

Da wir seit langem im Wort sind, die kleine Diakonengemeinschaft in Tandala, Südtanzania zu besuchen, sind wir diesmal zwei Tagesreisen weiter in den Süden gefahren. Zwei der Diakone aus der Südzentraldiözese wurden in Neinstedt (damals noch DDR) ausgebildet, die anderen 4 Diakone waren Gaststudenten in Faraja.
Es war eine schöne Begegnung, vereinbart haben wir ein tanzanischen Diakonentreffen im nächsten Jahr.

Drei Urlaubstage haben wir uns auch gegönnt, die haben wir am Malawi-See verbracht (in Tanzania heisst der See übrigens Lake Nyasa). Der See ist mit 500 km Länge und 50 km Breite der drittgrößte See Afrikas und es ist schon toll mal in Süsswasser baden zu können, leider einaml auch unfreiwillig. Wir ließen uns von einem Einbaum zu einem Töpferdorf über den See rudern. Leider hat uns eine dumme Welle quer erwischt und wir lagen im Wasser. Passiert ist uns weiter nichts, lediglich ein Kameraobjectiv muss wohl ersetzt werden.

Landschaftlich ist Tanzanias Süden wirklich toll. Beieindruckende Berglandschaften die machmal an die Alpen erinnern, Teeplantagen, und immer immer atemberaubende Ausblicke. Sehr auffällig ist aber das deutliche tanzanische Nord /Süd Gefälle. Im Vergleich zum touristisch mehr erschlossenem Norden, bleibt der Süden weit zurück. Wenig Teerstraßen, überhaupt wenig Infrastruktur, kaum Industrie, große Armut.


Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung
Auf unserer Rückfahrt trafen wir uns in Morogoro (jaja, die Stadt mit der Sprachschule) mit 3 unserer Diakone um einige Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung (die US-Amerikaner sagen übrigens „mental challencend people“ was mir ganz gut gefällt) anzuschauen.
Eben in Morogoro, in Dar Es Salam und in den Usambarabergen. Viel mehr Einrichtunen für Menschen mit geistiger Behinderung gibt es in ganz Tanzania übrigens nicht.

Grund genug für uns, als diakonische Einrichtung, hier ein neues Arbeitsfeld zu sehen. Wir haben die Vision ein weiteres Zentrum für eben diese Menschen aufzubauen. Erste Konzepte sind entwickelt, die Regierung hat signalisiert uns Land, ganz in der Nähe, zur Verfügung zu stellen, und wir hoffen in 2010 mit einem Pilotproject starten zu können.

Das alles kostet natürlich Geld. Es mag ja etwas vermessen klingen: Aber 100.000 Euro wären schon gut.
Deshalb hier jetzt der Spendenaufruf und die große Bitte an Euch alle: Unterstützt dieses Project, natürlich auch mit kleinen Beträgen, und macht uns damit Mut weitermachen zu können und zu wollen.
Die Kontonummer ist immer noch die selbe: Mission Eine Welt, Stichwort Faraja, Kt. Nr. 10 11 111
EKK Kassel, BLZ: 52060410. DANKE.

In Stichworten:

Die Diakonenstudenten haben ihre theoretischen Prüfungen geschrieben (und bestanden) und befinden sich jetzt alle bis April im Praktikum. Im Januar möchten wir mit einer neuen Klasse starten. Im Moment läift das Bewerbungsverfahren.

Wir freuen uns, dass wir unsere Hirse-, Bohnen- und Maisernte gut einbringen konnten und damit, trotz der großen Dürreprobleme in unserer Region, wohl im kommenden Jahr einigermassen über die Runden kommen werden.
Im Zusammenhang mit der Trockenheit steht übrigens auch ein anderes Problem. Da die tanzanischen Stauseen leer sind kann auch nur noch wenig Strom produziert werden. Die Folge: Tägliche z.T. lange Stromabschaltungen. In den letzten Tagen hat es Gott sei Dank immer wieder teilweise heftig geregnet, so dass wieder etwas mehr Hoffnung aufkommt.

Die körperbehinderten Kinder in unserem Zentrum befinden sich im Schuljahresendspurt. Am 4. Dezember ist der letzte Schultag vor den großen Ferien. Dann wird es hier sehr ruhig sein. Eben die „staade Adventszeit“ Wir freuen uns drauf.

Für heute soll es das mal gewesen sein.
Wir wünschen Euch eine besinnliche Adventszeit und wenn es denn tatsächlich klappen sollte mit der Besinnung: Denkt hie und da mal an die Menschen hier.

Samstag, 5. September 2009

Wapeni nyingi chakula


Hallo und viele Grüße an alle Leser/innen unseres Blogs.

Es ist ja schon wieder viel zu lange her, dass wir auf diesem Weg etwas von uns hören haben lassen. Höchste Zeit also für ein Lebenszeichen. Da wir immer wieder und von vielen Leuten hören, dass unsere Infos mit Interesse gelesen werden, sind wir natürlich auch ein bisschen verpflichtet, einigermaßen regelmäßig zu schreiben.

Wo anfangen, wo aufhören? Vielleicht klappt es ja mit einem Rueckblick oder mit ein paar Schlaglichtern aus dem vergangenen Monat August:

Gäste:

August ist Reisezeit in Europa und wir konnten viele Gäste(gruppen) aus Deutschland bei uns begruessen. Natürlich ist das immer ein bisschen Mehraufwand für uns, trotzdem gilt das tansanische Sprichwort ohne Einschränkung: Wageni ni Baraka (Gäste sind ein Segen). Wir zeigen gerne unsere Arbeit und sind ja auch ein bisschen stolz unser Zentrum.
Besonders schön ist es natürlich wenn beste Freunde wie Renate und Peter zu Gast sind und übermorgen kommt dann ja Sophia und Tobias.

Gerne helfen wir weiter wenn es um einen Urlaub in Tanzania geht (Besuch von Nationalparks, Bergbesteigungen, entspannen am indischen Ozean, aber auch authentische Einblicke in das Leben der Menschen hier .....). Wir wollen mal fuer das nächste Jahr versuchen zu eine Art Programm anzubieten, auch unter der Prämisse, dass ein Urlaub in Tanzania nicht teuer sein muss.

Diakonenausbildung:
Die Diakonenschüler hier im Zentrum sind zur Zeit im Prüfungsstress. Nach 2 ½ Jahren hier im Zentrum schließt dieser Ausbildungsabschnitt mit den schriftlichen Abschlussprüfungen in nahezu allen theologischen, sozialpädagogischen und medizinischen Fächern. Wir sind auf die Ergebnisse natürlich ebenso gespannt wie es die Studenten sind.
Ab Anfang Oktober werden die Stunden dann ihr 6-monatiges Praktikum in verschieden sozialen Einrichtungen außerhalb des Zentrums beginnen.

Im Januar soll dann ein neuer Ausbildungsjahrgang starten und wir hoffen auf ausreichend qualifizierte Bewerbungen. Das ist gar nicht so einfach, da der Diakonenberuf noch wenig bekannt ist.

Brüderschaft:
21 ordinierte Diakone, in der Regel durch Basistraining und anschließendes Studium bzw. Spezialausbildung, hochqualifiziert arbeiten zur Zeit an unterschiedlichen Einsatzorten. Sie sind Lehrer, Verwaltungfachleute, Sozialarbeiter, Mediziner ....

Die Diakonengemeinschaft ist wirklich ein Segen für die Menschen hier und kann und soll beispielgebend fuer das diakonische Amt der Kirche sein.
Das ist ein hoher Anspruch und es muss ja hier nicht verschwiegen werden: Nicht jeder Diakon kann diesem Anspruch immer gerecht werden. Es gab im vergangen Monat einige, für mich sehr belastende Situation. Es konnten aber Wege gefunden werden, die einen schlimmeren Konflikt verhindert haben, so dass ich wieder zuversichtlicher bin.

Aus unsere Arbeit mit körperbehinderten Kindern:
Dank amerikanischer Unterstützung konnten wir einen Anbau für Bibliothek und Computerklasse verwirklichen, eine kleine Rollstuhlwerkstatt ist in Bau.

Zur Zeit in der Druckerei ist unser Kalender 2010 und selbstverständlich nehmen wir Bestellung entgegen. (Gabi ist im November für gute zwei Wochen in Deutschland und wird sicher unsere Kalender dabei haben)
Im Juli bzw. August haben zwei jungen Volontärinnen hier angefangen, so dass Computerunterricht, Werken und Freizeitprogramm wieder regelmäßig stattfinden. Wiederaufgenommen haben wir die Besuchsfahrten zu Sonntagsgottesdiensten in verschiedene Kirchengemeinden.

Die Spendenbereitschaft der Menschen dort beschämt uns immer wieder. Morgen fahren zum Gottesdienst nach Moshi. Das anstrengende daran ist, dass der erste Gottesdienst um 7.00 Uhr früh beginnt, wir also um halb sechs starten müssen. Wenn man dann aber unsere Tanzgruppe in der Kirche erlebt, weiß man wieder warum man da ist (und früh aufsteht).

„Wapeni nyingi chakula“
„Gebt ihr Ihnen zu essen“ die Aufforderung Jesu aus der Geschichte von der Speisung der 5000 ist die Überschrift über diesen Blog und war die Überschrift der Anfangsansprache unseres Bischofs zur Synode Anfang August.

Ich habe ja schon davon berichtet, in machen Landkreisen unserer Diözese ist mit einem Ernteausfall von bis zu 90% zu rechnen. Auch wenn die Regierung versichert, dass kein Tanzanier verhungern wird, bleibt die Situation dramatisch.

Es ist gut und richtig und wichtig, dass sich unsere Kirche hier in der Verantwortung weiß und aktiv, etwa an der Organisation von Lebensmittelverteilungen, mitarbeitet. Wir hier in Faraja haben eine einigermaßen zufriedenstellende Ernte, so dass wir natürlich auch in der Verantwortung sind, Menschen zu unterstützen.

Das Thema für die Synode im August 2010 wurde übrigens auch schon beschlossen: „Utupe leo riziki yetu..“ , „unser täglich Brot gib uns heute....“

Zum Schluss
Es können ja wirklich immer nur ein paar Schlaglichter aus unserer Arbeit berichtet werden.
Deshalb gab es jetzt nichts über unseren Besuch bei einem grossen Massaifest, nichts über die seltsame Hochzeit eines Mitarbeiters, dessen Eltern wir ersetzt haben; nichts über zwei deutsche Elefantenflüssterer; heute auch noch nichts über unsere Ideen zu einem Project der Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, nichts über den Besuch von Rektor Dr.Bub und Diakon Herbert lang (wir haben uns sehr darüber gefreut) und und und.

Auch die Kontonummer für Spenden muss nicht noch mal benannt werden (siehe im Zweifelsfall unten).

Bedankt werden sollen aber alle, die uns mit Gedanken, Gebeten und auch mit Geld unterstützen. Ganz besonderes geht der Dank an „Bibi“ Risse, die mit der Gründung der „Gertraud Risse Stiftung“ für Faraja einen wichtigen Baustein zur Zukunftssicherung unserer Arbeit beigesteuert hat.
Vergelt´s Gott.

Lasst von Euch Hören

Sonntag, 21. Juni 2009

Tunaendelea vizuri!

Es sind tatsächlich schon fast zwei Jahre vergangen, seit unserer Ausreise nach Tanzania. Die Zeit rennt. Eine große Zwischenbillanz soll hier aber nicht gezogen werde. Tunaendela vizuri! Es geht gut voran!

Heute ist Sonntag und seit langem mal wieder ein echter freier Tag, ohne Verpflichtungen.
Seit vergangenem Mittwoch sind Ferien, alle Kinder und alle Studenten sind nach Hause gefahren, so dass das Zentrum bis Mitte Juli fast menschenleer ist.
Wir selbst werden die kommende Woche dafür nutzten um allerhand liegen gebliebenes aufzuarbeiten. Danach machen wir auch eine Woche Urlaub. Wir freuen uns auf Zanzibar!

Aus dem Zentrum ein paar Schlaglichter:

Wetter-Landwirtschaft-Ernährung:
Gott sei Dank! Wenn auch sehr spät und vergleichsweise wenig: Es hat geregnet. Wir konnten noch rechtzeitig Mais und Bohnen säen und rechnen mit einer akzeptablen Ernte. Das ist leider nicht überall so. Nur 20 Kilometer weiter nördlich gleicht die Landschaft einer Wüste. Die Kirchen haben mit der Verteilung von Lebensmitteln angefangen und immer häufiger werden wir gebeten, doch Mais zur Verfügung zu stellen. Natürlich versuchen wir zu helfen, ich fürchte aber über kurz oder lang werden diese kleinen Hilfen nicht mehr ausreichen.
Immer öfter kommen Menschen von weit her in unser Zentrum und bitten um eine Mahlzeit.

Die Diakonenstudenten besuchen, im Rahmen der Ausbildung, einmal wöchentlich bedürftige Familien in den Nachbargemeinden, dafür sind sie recht mühselig mit dem Fahrrad unterwegs. Ihre Berichte über die Armut und die Not der Menschen ist erschreckend. Oft genug fahren sie nochmal los um wenigsten ein Pfund Mais und ein paar Bohnen zu bringen

Hier hat inzwischen, mit Mittagstemperaturen so um 20 Grad, die kalte Jahreszeit begonnen. Das verschärft die Probleme noch.

Besuche:
Wir sind wirklich froh und dankbar Freunde und Unterstützer in den USA und in Deutschland zu haben.
Die Faraja Fund Foundation der Familie Tolmie aus den USA (die uns vor zwei Wochen besucht hat) beschämt uns immer wieder. Dank deren unermüdlichen Einsatzes für uns konnten wir u. a. einen Schulanbau verwirklichen sowie endlich ein neues Fahrzeug für unseren uralten Zentrums-Landcrusier bestellen.
Eine große Freude und Ehre war der Besuch unseres neuen Rummelsberger Rektors, Dr. Bub. Zusammen Diakon Herbert Lang, dem neuen Verwaltungschef der Rummelsberger Gemeinshaften.
Im Gepäck hatten Sie die „Gertraude Risse Stiftung für Faraja“.
Es ist einfach toll, diese Verbundenheit zu spüren und neben dem großen, und hiermit auch öffentlichen Dank, an alle Unterstützer unserer Arbeit, danken wir Gott für diese Wunder.
Dabei will ich gerne noch mal betonen: Nicht nur die Großspender freuen uns. Ebenso ist es toll immer wieder die kleinen Zeichen der Verbundenheit zu spüren. Danke deswegen auch für neue Schulmöbel, einen Zaun am Fußballplatz, Fahrrädern, einem Internetanschluss, Spielmaterial ...
Danke auch an alle tanzanischen Gäste(gruppen), die uns mit Sachspenden aber auch immer wieder mit ihrer Arbeitskraft helfen (Waesche der Kinder waschen und flicken, Putzarbeiten, Bäume pflanzen..)

Die Arbeit mit körperbehinderten Kindern ist damit gut abgesichert, so dass wir unserem Motto „Providing a Life of Opportunities“ gerecht werden können.

Herzlich willkommen auch schon mal allen Leuten die Ihren Besuch für die kommende Zeit angesagt haben. Wir freuen uns auf Euch.

Diakonenausbildung:

nach den Ferien beginnt für die acht Studenten der letzte Abschnitt des theoretischen Teils der Grundausbildung, ab Herbst folgen dann Praktika. Danach geht es dann mit dem Nachholen des Secondary Abschlusses oder mit einem Studium weiter.
Im Januar 2010 soll ein neuer Ausbildungsjahrgang starten.
Wir werden demnächst ein bischen mehr über die Ausbildung der Diakone berichten, auch natürlich mit dem Ziel, für diesen wichtigen Bereich unserer Arbeit mehr Unterstützung zu bekommen.
Hier schon mal die Kontonummer:
Mission Eine Welt
Kt. Nr. 10 11 111
Evang. Kreditgenossenschaft eG, BLZ 520 604 10
Stichwort: Faraja

Pläne, Vorschau.

Neben dem Erweiterungsbau für unsere Primaryschool werden wir demnächst mit dem Bau einer kleinen Rollstuhl- und Metallwerkstatt beginnen können, unsere Futtermittelmahl- und mischmaschine wird in den kommenden Wochen in Betrieb gehen.

Soviel mal für heute, lasst von Euch hören.
Mungu awabariki!

UND NOCH WAS:
Für die Freunde von Google-Earth:
Ihr landet direkt auf unserem Hausdach unter: 3.11.42.75 S und 37.00.32.25 O
Am besten vorher "Sanya Juu" suchen, dann nach NW weiter.

Freitag, 8. Mai 2009

Tumeboresha lugha yetu*

*Wir haben unsere Sprache verbessert.
Hallo und viele Gruesse an an alle Leserinnen und Leser. Dieses bolg schreibe ich aus dem Computerraum des "Daenish center" in Usa River, das ist etwa eine Autostunde von uns entfernt. Wir durfen (Danke an MEW) zur Sprachverbeserung noch einmal fuer zwei Wochen einen Fortgeschrittenenkurs (nur 5 Lernende) in Kisuaheli absolvieren. War wirklich toll, hat viel gebracht und das ganze noch in wirkich toller Umgebung, bei tollem Essen .....
Zwei klasse Wochen (auch wenn wir uebers Wochenende arbeitenderweise zuhause waren) Heute (Fr) ist dann die Abschlussfeier und morgen in aller Fruehe gehts wieder nach Faraja. Um 10.00 ist Diakonentreffen.

Wir haben ein bisschen Entspannung und Abstand hier ganz gut gebrauchen koennen.

In der Woche vor unserm Sprachkurs ist einer unserer Diakone bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, er hinterlaesst Frau und zwei kleine Kinder. Ihr koennt euch sicher vorstellen welchen Schock das bei uns allen ausgeloest hat. Letztlich waren wir, trotz aller Beerdingungsorganisationshektik alle wie gelaehmt. Ich will das gar nicht weiter vertiefen. Morgen in unserem Treffen wird es darum gehen, wie wir Frau, Kinder und Eigentum der kleinen Familie vor dem Zugriff der Herkunftsfamilie schuetzen koennen.
Ich denke ich habe schon mal ein bisschen was darueber geschrieben, wie Nahe einem Tod und sterben hier staendig kommen. Vorgestern entschuldigte sich ein Diakon fuer das Treffen morgen, weil seine Grossmuter gestorben ist. Heute frueh informiert er uns, das gestern seine Schwiegermutter ebenfalls verstarb.

Vielleicht ist das typische fuer unser Leben hier: Dieser staendige Wechsel zwischen toll und schrecklich, fantastisch und furchbar,....

Soviel mal fuer heute,
behuet euch Gott
Guenter und Gabi